Erinnerungen an Wolfgang Mischnick
Geschrieben von Dr. Wolfgang Gerhardt am 07. Oktober 2003 14:07:44:
BERLIN. Zum ersten Jahrestag des Todes des Ehrenvorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, langjährigen stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden, Ehrenvorsitzenden des hessischen FDP-Landesverbandes, Ehrenvorsitzenden des sächsischen FDP-Landesverbandes und Bundesministers a.D. Wolfgang Mischnick erklärt der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Wolfgang GERHARDT:
Heute jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Wolfgang Mischnick. Wir erinnern uns an einen großen Freien Demokraten, der imponierend und stetig den Liberalismus in Deutschland über Jahrzehnte geprägt hat. Als Mitbegründer der Liberaldemokratischen Partei in seiner Heimatstadt Dresden zählte Wolfgang Mischnick zu den Gründervätern unserer Demokratie. Seine erzwungene Flucht nach Frankfurt am Main begründete Wolfgang Mischnicks Ansehen als Mittler zwischen Ost und West. Mit seiner zunächst landespolitischen Arbeit in Hessen und seinem gleichzeitigen Engagement für die hessische Landeswohlfahrt gab er schon früh ein lebendiges Zeugnis dafür, dass soziales Gewissen und Freiheitsliebe zwei Seiten derselben Medaille sind. Wolfgang Mischnicks zahllose bundespolitische Ämter, von denen beispielhaft das des Bundesministers für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte in den Jahren 1961-1963, das des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag von 1968 bis 1991 und das des stellvertretenden FDP-Parteivorsitzenden zwischen 1964 und 1988 zu nennen sind, belegen deutlich den außerordentlichen Einsatz dieses großen Freidemokraten zugunsten der liberalen Idee in Deutschland. Unabhängig von allen Ämtern und Erfolgen war für Wolfgang Mischnick das Menschliche stets Maßstab seines Denkens und Handelns. Darauf beruht sein Leben und Werk, dessen Vermächtnis wir Freien Demokraten in ehrenvoller Erinnerung bewahren und als Verpflichtung für die Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion begreifen.